NACHHALTIGKEIT

Dinge kosten nicht nur Geld. Sie kosten Zukunft. 


Jedes Produkt beansprucht Material, Energie und die Zeit der Menschen, die damit leben. Ich gestalte nach der Frage, wie viel Zukunft ein Ding verdient.



Der Maßstab

Ich denke Gestaltung in Zeiträumen von Jahrzehnten. Das ist ein Maßstab und kein Versprechen. Ich frage, ob ein Ding, ein Prozess oder eine Verpflichtung in dieser Lebensphase und unter diesen Umständen Zukunftsanteile eines Menschen beanspruchen darf. Was Bestand hat, trägt sich auch wirtschaftlich: Langlebigkeit, Herstellbarkeit und Nachfrage gehören zur selben Rechnung.


Die Praxis

Das Designstudio Deutschkämer ist Unterzeichner der Charta für nachhaltiges Design der AGD (Allianz deutscher Designer) [seit 2022].  Sie nennt zehn Dimensionen: materialeffizient und materialgerecht, energieeffizient, schadstoffarm, abfallarm, langlebig, recycling- und entsorgungsgerecht, logistikgerecht, nutzungsgerecht, sozial verträglich, wirtschaftlich und erfolgreich.
Die Unterzeichner verpflichten sich, im Sinne des nachhaltigen Designs weiterzubilden, energiesparende Produktionsweisen anzustreben und den Verbrauch natürlicher Ressourcen einzuschränken.
·Ergänzend Kunden auf umweltschonendes und sozial vertretbares Design sowie ressourcenschonende Materialien hinzuweisen.


Im Studio sind Schritte bereits abgeschlossen in: IT-Infrastruktur und Energiebeschaffung, Reisetätigkeiten, Kommunikations- und Kollaborationsmitteln, Liefer- und Produktionsketten sowie Design- und Entwicklungsprozessen.


Im Auftrag

Das Briefing klärt Bedarf und Bestand: was der Markt schon bietet, was fehlt und wie lange etwas halten muss. Material, Fertigung, Logistik und Nutzung werden mitgedacht, bevor der erste Entwurf entsteht.


Ein Beispiel ist das Möbelsystem Mobeti: Es ließ sich wie eine Software weiterentwickeln, weil einzelne Teile gegen neue Versionen getauscht werden konnten, statt das ganze Möbel zu ersetzen Referenzen.


Hundertwerk®


Hundertwerk ist der Denk- und Arbeitsraum hinter dieser Arbeit: Publikationen, Vorträge und langfristige Projekte zu Gestaltung, Kultur, Verantwortung und Zukunft. Der Name steht für Kontinuität und sorgfältige Arbeit an Themen, die über Zeit wachsen.


Zwei Werkräume ordnen ihn:


Werkraum:Blick fokussiert, was die Welt zeigt.

Dieser Raum untersucht das Sehen und seine Phänomene und zeigt sich im Langzeitprojekt Banksichten, seit 2001.


Werkraum:Zeit
 fokussiert, was die Welt fordert.

Dieser Raum untersucht Dinge, Routinen und Strukturen als temporale Forderungsstrukturen. Das theoretische Rahmenwerk liegt als frei zugänglicher Preprint vor:


 Werkraum:Zeit


Artefakte als temporale Forderungsstrukturen.

Zeitwürdigkeit, gebundene Zukunft und relationale Zeitethik

 

DOI:10.5281/zenodo.20746510

(Zenodo, 2026, CC BY 4.0)



Anfragen zu Publikationen, Vorträgen und Podiumsgesprächen:
info@hundertwerk.org