25

JAHRE

190+

ORTE

550+

BLICKPAARE


BANKSICHTEN


Eine stille Topologie des öffentlichen Blicks (est.2001)


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"Die Bank ist das Gegenteil des Weges : Sie verweilt, wo der andere sich bewegt.

Sie ist Behauptung im Raum, nicht Mittel zum Zweck."


Banksichten untersucht die Beziehung zwischen Raum, Wahrnehmung und Selbstbezug. Ausgangspunkt sind Fotografien von Parkbänken und den Ausblicken, die sie bieten. Entscheidend ist nicht das Objekt, sondern der Akt des Sitzens und Sehens: ein Moment der Unterbrechung, in dem Ort, Blick und Beobachter in Resonanz treten. 


Diese scheinbar banale Handlung – eine horizontale Fläche mit Lehne im öffentlichen Raum zu verankern – evoziert bei näherer Betrachtung einen hochkomplexen Bedeutungsraum. Zwischen Einladung und Kontrolle, Aussicht und Absicht, Nutzwert und symbolischem Gesteig erstreckt sich ein kulturelles Feld, das von Banksichten kartografiert wird.


Ein Langzeitprojekt über das Verhältnis von Platzierung und Perspektive, von Zweck und Zweck-losigkeit, von Architektur und Erwartung. Zwischen anthropologischer Geste und künstlerischer Setzung. Was bedeutet es, eine Bank aufzustellen?


„Vielleicht ist es der Mensch, der sich beim Sitzen selbst begegnet –

nicht weil er ruht, sondern weil er sieht, was sonst an ihm vorbeizieht.“

Ich arbeite seit vielen Jahren an Banksichten. Mich interessiert der Moment, in dem Bewegung endet und Aufenthalt beginnt. Sitzen ist für mich keine beiläufige Geste, sondern eine räumliche Entscheidung. Wer sitzt, fixiert den Körper und richtet einen Blick aus. Die Wahrnehmung bindet sich an einen Ort. Ich betrachte die Bank als Gegenfigur zum Weg. Während der Weg Bewegung organisiert, setzt die Bank Aufenthalt in den Kontext. Sie steht im Raum und behauptet eine Perspektive und Blickoption. Diese Behauptung interessiert mich.


Eine Bank entscheidet darüber, wo Verweilen möglich wird und aus welcher Richtung Landschaft, Architektur oder Leere betrachtet werden. In meiner Arbeit steht das Sitzen am Anfang. Es strukturiert Wahrnehmung, ordnet Aufmerksamkeit und schafft Distanz und Nähe zugleich. Öffentlicher Raum und private Umgebung treten dabei in ein gemeinsames Feld. Parkbank, Wohnraum, Bildschirmrand folgen vergleichbaren Setzungen. Sitzen verbindet diese Kontexte.


Ich arbeite seriell und über lange Zeiträume hinweg. Jede Arbeit entsteht aus derselben Grundbewegung: ankommen, sitzen, schauen. Die Kamera folgt keiner Dramaturgie, sondern einer Blickachse. Jede Bank erzeugt eine Richtung. Banksichten ist für mich eine formale Arbeit über Raum, Wahrnehmung und Platzierung. Bedeutung entsteht aus Wiederholung, aus Dauer, aus der Akkumulation von Blicken. Das Werk wächst langsam, stetig und bleibt offen für weitere Werkzugänge.



Was sagen unsere Orte über uns , wenn sie nichts sagen wollen?

Sie laden uns ein, still zu antworten,

hinzuschauen und nicht weiterzugehen.

_Kontakt

Für Sammler:innen, Kurator:innen, Philosoph:innen des Raums und Unterstützer:innen einer anderen Form der Kartografie steht das Projekt offen.

  • Kontakt: kurator@banksichten.de
  • Ort des Archivs: Schaumburg, Deutschland
  • Projektleitung: Marko Deutschkämer – Künstler, Raumforscher, Kurator der Aussicht


_Anfragen